Erzählungen | mitteldeutscher Verlag / Edition Muschelkalk | 188 Seiten
herausgegeben von André Schinkel

jetzt erschienen

Inhalt

»Grundsätzlich war es bisher schön gewesen. Ich war glücklich, vielleicht so, wie niemals zuvor. Nähme man alle bereits absolvierten und noch im Verlauf befindlichen Menschenleben zusammen, müsste meins im oberen Viertel angesiedelt sein, ziemlich sicher sogar. Hinter alle fünf Stufen der Bedürfnispyramide konnte ich fette Haken setzen. Dennoch: Irgendetwas fühlte sich schief an.«

Nachts schreit ein Mann. Eine Frau bleibt stehen und will einfach nicht weitergehen. Ein Vater disrupiert sein Haus. Eine Mutter wird wütend auf Grönland. Ein Sohn baut das World Trade Center aus Butter nach. Eine Tochter schafft es nicht zum Mond. Haie schwimmen in den vierten Stock. Und eine liest das Letzte aller Bücher.

Der dritte Erzählband von Stefan Petermann enthält Fragmente von Vergnügen. Vor allem aber Halluzinationen einer Gegenwart, die im Begriff ist, sich aufzulösen. Mit energischer Poesie erzählt er von Menschen, die in Momenten des Übergangs stehen. So erschafft er kleine Welten, die leuchten, auch wenn sie schon im Verschwinden begriffen sind. Im Zentrum seiner Texte steht die Liebe, ihr Versuch, den Abbrüchen zu trotzen, dabei mal scheitert, mal triumphiert. Geschichten, die anfassen und schubbern machen, samt Blenden ins Künftige.



»Wellen rauschen, von der Promenade das Läuten des Eiscremewagens. Ingeborg schlägt die Augen zu. Ich greife nach Stift und Notizblock. Die Geschichte muss weitergehen, sie hat noch kein Ende.«

Leseprobe »Jakob im roten Shirt«


Buchtrailer



»In den 1990er Jahren begriff ich, dass ich mich für meine Heimat schämen sollte.«

Mische lesen


Termine

26. Februar 2026 | Weimar | LiteraturEtage
30. März 2026| Halle/Saale | Literaturhaus
26. Oktober 2026 | Erfurt | Herbstlese


Presse

»Davon erzählt Stefan Petermann so berührend, dass man in dieser krisengeschüttelten Zeit trotzdem sagen möchte: Diese lange Zeit in der Sonne ist immer noch voller Poesie.« MDR Bücherkiste

»Doch wer in die Abgründe schaut, die Petermann in einem unaufgeregten, beinahe nüchternen Stil öffnet, braucht etwas Mut: Er muss damit rechnen, sich selbst zu erblicken.« Thüringer Allgemeine