Erzählungen | mitteldeutscher Verlag / Edition Muschelkalk | 188 Seiten

jetzt erschienen

Inhalt

»Grundsätzlich war es bisher schön gewesen. Ich war glücklich, vielleicht so, wie niemals zuvor. Nähme man alle bereits absolvierten und noch im Verlauf befindlichen Menschenleben zusammen, müsste meins im oberen Viertel angesiedelt sein, ziemlich sicher sogar. Hinter alle fünf Stufen der Bedürfnispyramide konnte ich fette Haken setzen. Dennoch: Irgendetwas fühlte sich schief an.«

Nachts schreit ein Mann. Eine Frau bleibt stehen und will einfach nicht weitergehen. Ein Vater disrupiert sein Haus. Eine Mutter wird wütend auf Grönland. Ein Sohn baut das World Trade Center aus Butter nach. Eine Tochter schafft es nicht zum Mond. Haie schwimmen in den vierten Stock. Und eine liest das Letzte aller Bücher.

Der dritte Erzählband von Stefan Petermann enthält Fragmente von Vergnügen. Vor allem aber Halluzinationen einer Gegenwart, die im Begriff ist, sich aufzulösen. Mit energischer Poesie erzählt er von Menschen, die in Momenten des Übergangs stehen. So erschafft er kleine Welten, die leuchten, auch wenn sie schon im Verschwinden begriffen sind. Im Zentrum seiner Texte steht die Liebe, ihr Versuch, den Abbrüchen zu trotzen, dabei mal scheitert, mal triumphiert. Geschichten, die anfassen und schubbern machen, samt Blenden ins Künftige.


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