Dieses Maximum an Gleichzeitigkeiten
1. April | Neues Land

Gestern auf einer Lesung von August Modersohn, der für die Zeit im Osten schreibt und sein aktuelles Buch In einem neuen Land hier vorstellt. Im Bühnengespräch über seine Reportagen sofort der Fokus auf der AfD. Ich merke eine innere Abwehr gegen dieses Sprechen. Denke, dass die AfD nicht das Problem (des Ostens) ist. Auch, aber nicht nur. Das Sprechen über die AfD hat auch eine Entlastungsfunktion: ein Gegner, an dem man sich notwendigerweise abarbeitet und dadurch doch anderes, Entscheidenderes, aus dem Blick verliert.
August Modersohn greift diesen Gedanken auf. Er berichtet von Sonneberg, dem ersten Landkreis mit AfD-Landrat, vom Bratwurstfreitag und einem Bürgerbündnis, in dem Menschen mit sehr unterschiedlichen Weltsichten sich zusammenfinden und aktiv werden, dieses Aktivwerden auch als Befreiung aus einer politischen Lähmung empfinden. Die unterschiedlichen Sichten werden zusammengehalten durch einen gemeinsamen Gegner. Das Versprechen dieses Bündnisses: Wir verhindern etwas. Wir sorgen dafür, dass es nicht ganz so schlimm wird.
August Modersohn fragt, ob dieses nicht ganz so schlimm auf Dauer genügen wird, ob das ein Versprechen auf eine Zukunft sein kann, das langfristig motivieren kann. Er beschreibt diesen gemeinsamen Gegner und dessen Versprechen, wie gutgelaunt der blaue Zukunftsentwurf von den Anhängern begleitet wird, damit ein Gemeinschaftsgefühl schafft. Ich erinnere mich an die Demonstrationen von Anfang 2024, wie ich damals dachte, dass es wichtig wäre, neben dem gegen etwas auch ein für etwas anzubieten. Und dass dieses für nicht die Schlagworte sein können, die ich routiniert an diese Stelle setzen würde: Demokratie, Freiheit, Toleranz, Gerechtigkeit etc.
Weil ich weiß, dass diese Versprechen nicht mehr eins zu eins umgesetzt werden. Ich stimme diesen Werten zu, aber ich kann deren Verwirklichung nicht mehr vorbehaltlos glauben. Dieses ritualisierte Versprechen kann nicht mehr das zukünftige sein. Weil es auch leer geworden ist. Mir fehlt ein Versprechen, dessen Umsetzung ich für möglich halte.
Später zitiert August Modersohn Steffen Mau und dessen Zahlen aus Ungleich vereint: die finanziellen Unterschiede zwischen Ost / West in Sachen Vermögen, Lohn, Erbschaften, Immobilien etc. August Modersohn sagt, dass diese Zahlen stehen und sich nicht wegdiskutieren lassen und dass er diese Zahlen den Leuten in die Köpfe hämmern möchte. Der Moderator nickt, fragt, warum diese offensichtliche Ungerechtigkeit so selten Thema sei. Mau erkläre sich das so, sagt August Modersohn, dass sich politisch und medial leicht gegen solche Gerechtigkeitsdebatten angehen lasse – der Staat sei eh schon zu aufgebläht etc. Diese Debatten versanden, sie nehmen keine Fahrt auf. Aber das Sehen und Spüren dieser Ungerechtigkeiten, dieser Ungleichheiten ist ja dennoch weiter da und wohin fließt die Wut, die daraus folgt, was macht die?
Ich denke an diesem Abend, dass auch das keine Ost-Sache ist. Zieht man den Rahmen der Gerechtigkeitslücken größer, weg von Görlitz vs. Gelsenkirchen, hinzu den reichsten 10% vs. alle anderen, dann lässt sich dieses vergebliche Hämmern und Versanden leicht auf die deutsche Gegenwart übertragen. Und ich denke auch, dass das wirkliche Schließen dieser Gerechtigkeitslücken das Versprechen sein müsste, das müsste die Zukunft, für die ich Kraft aufwende.

Noch später stehen wir am Büchertisch, sprechen darüber, weshalb dieses Hämmern nicht funktioniert, obwohl es doch so viele betrifft. Wir sprechen über Lars Klingbeil und seinen Vorschlag zum Ehegattensplitting, eine Forderung, die an dieser Gerechtigkeit ansetzen würde und weshalb der Beschuss dagegen so gewaltig ist, dass eine Umsetzung wenig wahrscheinlich ist.
Stattdessen die Schlagzeilen von achtzig Prozent Syrerinnen und Syrer, die abgeschoben remigriert werden sollen und wie wir alle zehn Stunden die Woche mehr arbeiten sollen und dieses mehr verdiente Geld dann in die von den Kommissionen vorgeschlagenen höheren Krankenkassenbeiträge fließen sollen. Aber die Schlagzeilen gehören niemals Vermögen, Lohn, Erbschaften, Immobilien. Diese Themen lösen keine Affekte aus, das triggert uns nicht, jedenfalls nicht so. Und wenn wir dann doch etwas spüren, entlasten wir uns im Fürchten und Schimpfen auf die AfD, die unser schönes Land und unsere gerechte Demokratie kaputtmacht.
Beim Signieren drückt August Modersohn dann den Kugelschreiber so fest aufs Buch, dass die Spitze durchs Papier sticht, ein Loch reißt, ein Loch ist da, eine gewaltige Lücke.
2. April | utopisch
Der Astronaut Project Hail Mary gesehen: eine globale Katastrophe bringt die Menschheit dazu, zusammenzuarbeiten. Die Begegnung mit dem Anderen, dem Fremden bringt den Menschen dazu, zusammenzuarbeiten, zu versuchen, einander zu verstehen, miteinander zu kommunizieren, Probleme zu lösen. Ein Film ohne Laserschüsse und Lichtschwertkämpfe, ohne den Kampf gegeneinander, eine Geschichte über Kooperation, die Fiktion an dem Tag, als nach über fünfzig Jahren wieder Menschen zum Mond aufbrechen, endlich wieder eine Utopie.
4. April | Bild von der Erde

Die Artemis II schickt ein Foto von der Erde, die Sonne als gleißender Rand um das Blau und auch, wenn das schon hunderttausend Mal beschrieben und besungen und gedichtet wurde, packt mich dieses Bild bei allem, was ist, darum geht es, ein Punkt in der Leere ist, was wir haben, so fragil.
5. April | you crazy bastards
Alle paar Wochen verschwindet der amerikanische Präsident für ein paar Tage und kehrt dann zurück mit kranken Flecken auf dem Handrücken und besonders aggressiver Rhetorik. Diesmal: »Open the Fuckin‘ Strait, you crazy bastards, or you’ll be living in Hell – JUST WATCH! Praise be to Allah.« Schreibt der Präsident. Und ein Problem ist, wenn das in Nachrichtensprech übersetzt wird als: der Präsident verschärft die Drohungen etc. Die Form ist die Nachricht, nicht der Inhalt.
6. April | High-Noon-Preis-Schranke
Liveticker von den steigenden Benzinpreisen, Analysen, warum Diesel schneller steigt als Benzin, warum die High-Noon-Preis-Schranke nicht funktioniert, steigen steigen steigen und Krisensitzungen, Pläne B-Z, um der steigenden Benzinpreise Herr zu werden. Und ich verstehe das, Mobilität wird ganz konkret teurer und auch als Thema verstehe ich das, ein Preis steigt und daran lässt sich ganz konkret die Komplexität der Welt und ihrer momentanen Krisen verstehen, Super 2 EURO 50, das macht deutlich, da verlieren wir die Kontrolle. Und zugleich lese ich – nicht im Liveticker, sondern irgendwo weiter »unten« – dass die Mieten in Städten in den vergangenen Jahren um fast fünfzig Prozent gestiegen sind. Und da lese ich keine Pläne B-Z, nicht einmal einen Plan A lese ich und keinen Liveticker und keine Krisensitzungen. Und warum das so ist, warum Benzinpreise etwas auslösen und Mieten (als ein Beispiel von vielen) nicht.
7. April | dieses Maximum an Gleichzeitigkeiten

Nachdem der amerikanische Präsident für diesen Dienstag, 20.00 Uhr Eastern Standard Time, etwas angekündigt hat, legt er nach: »A whole civilization will die tonight, never to be brought back again.« Das Auslöschen einer ganzen Zivilisation kündigt er an. Unterschiedliche Reaktionen; ausbleibend (z.B. von der deutschen Regierung), Erklärung der Madman theory von Nixon und die Vermutung einer Ankündigung des Einsatzes von Atomwaffen.
Werden die USA den Iran mit Atomraketen schießen? Ein Satz, der sich nicht so leicht dahinschreibt. Ein Satz, der sich gar nicht dahinschreibt. Wie auch? Fallen heute Nacht Atombomben? Wie soll man denn so etwas dahinschreiben? Ernsthaft?
Ich schwanke zwischen … nein, eigentlich nicht. Eigentlich muss ich das so annehmen, jetzt gerade, fünf Stunden von Eastern Standard Time. Ich muss das aus vielerlei Gründen so annehmen, dass, wenn ich morgen aufwache, Atomwaffen eingesetzt worden sind.
Kann ich solch einen Satz schreiben, eine Prognose, einen Konjunktiv?
Heute war ein sonniger Frühlingstag, viel Licht, aber auch Wind, die Jacken schon halb abgelegt und jeder freundet sich mit dem Blühen und Sprießen an, man geht seine Wege und weiß, jetzt ist er da, dieser Frühling. Wie denkt man da an einen Einsatz von Atomwaffen? Wieviel Liter Wasser sollte ich vorrätig haben und die Powerbank aufgeladen und das Kurbelradio vom Boden geholt und lieber drei Konserven heute noch mal extra eingekauft? Oder denke ich: Apokalypseidiotie. Die wahre Katastrophe ist die Störung der Lieferketten, der Dünger, der nicht eingesetzt werden wird und die Millionen, die hungern werden, an dem Hunger sterben.
Was ist der Satz, den ich an diesem 7.4.2026 schreibe, ein Satz, den ich mir später auch einmal glauben werde. Der Tag nach Ostermontag? Oder der Tag, an dem der Mad King, von dem alle wussten, dass er Mad ist, den Atomraketenkoffer öffnete? Oder einfach nur ein Tweet, ein paar Zeichen, einfach nur eine Strategie, eine Ablenkung, einfach nur am Ende Taco? Jedenfalls, ein diabolischer Countdown tickt runter.
Wenn ich den Wecker auf in fünf Stunden stelle, weiß ich, wie ich diesen Eintrag hätte schreiben müssen. Jetzt gerade, fünf Stunden davor, halte ich alle Szenarien für möglich, wie auch sonst in dieser Zeit. Jetzt lese ich erst einmal auf der Webseite des Bundesamts fürs Strahlenschutz Aktuelle Informationen zur radiologischen Lage im Iran. Jetzt lese ich erst einmal, dass Israel dem iranischen Volk rät, keine Eisenbahn mehr zu benutzen und die USA ankündigen, Infrastruktur zu zerbomben und wie das iranische Regime ihre Männer, Frauen und Kinder auf Brücken und vor Kraftwerke beordert, um dort als Menschenketten sich den Raketen entgegenzustellen.
Es ist schon viel verlangt, dieses Maximum an Gleichzeitigkeiten aushalten zu können, unfassbar eigentlich, unschreibbar. Einerseits eine Menschheit, die es soweit wie nie zuvor hinaus in Weltraum schafft, täglich diese überwältigenden Fotos von Erde, Mond, den Farben seiner Rückseite, einem Krater, benannt nach der toten Frau des Kommandanten, all das, zu dem wir als Zivilisation imstande sind, Forschungsdrang, Empathie, Schönheit. Und dagegen, auch in diesen Tagen, Atomwaffen gegen uns selbst, das Auslöschen von Zivilisationen. Was ist das für ein Satz?
8. April | kurzer Fiebertraum
Morgens vor dem Aufwachen der erste Griff nach dem Liveticker, ich will wissen, ob Atombomben gefallen sind, lese fett in einer Überschrift das Wort »Rückzieher«, das reicht schon, das reicht schon, heute also noch keine Apokalypse. Noch mal rumdrehen, kurz denken, dass, wenn ich die vergangenen dreißig Stunden irgendwo gewesen wäre, ich nichts mitbekommen hätte von dem Möglichkeitsraum Atomkrieg o.ä., dann wäre das einfach nur ein schöner Frühlingstag gewesen. So erscheint gestern auch wie ein Fiebertraum.
Später dann doch das Zusammensammeln von Informationen; Waffenruhe, zwei Wochen, Pakistan, Diplomatie, 10-Punkte-Plan, zwei Millionen pro Schiff fürs Passierenlassen für den Iran. Später die Clips aus den Finanzsendungen nachschauen, in denen Expert:innen fachsimpelten, was für Anlagestrategien für Investoren im Fall von Atombomben lukrativer wären
»Let’s talk about tonight, this deadline that President Trump has set 8 p.m., has threatened to destroy a civilization. How does an investor process that? Is it a bigger upside risk or downside risk?«
Später die fallenden Ölpreise, später die Information, dass der amerikanische Präsident seinen Teil von der Zwei-Millionen-Maut möchte. Später Analysten, die das Auslöschen einer Zivilisation als erfolgreiche Politikstrategie analysieren. Später die Einschätzungen, wer denn hier der eigentliche Gewinner sei. Später checken, wer wann wie bei Polymarket auf die Waffenruhe wettete. Später Israel, das den Libanon angreift. Später Iran, der Raketen auf Saudi-Arabien feuert. Später, später, später, so kann das doch nicht weitergehen, es kann doch nicht jeder Tag ein Fiebertraum sein, dessen Fallout man erstmal im Ticker gegenchecken muss.
10. April | iranisches LEGO
Iranische KI-Propagandavideos schauen, in denen die amerikanischen MAGAs als LEGO-Figuren zu Rapmusik lächerlich gemacht werden, während Melania Trump wie auf einem Catwalk zu Mikrofonen läuft, um so sich präventiv von Epstein zu distanzieren, die (falschen) Pointen, die gemacht werden: Mit Epstein will sie vom Irankrieg ablenken.
11. April | wassern
Die Artemis II wassert im Pazifik und wie wäre es, zukünftig zum Ausgleich auf jede globale Katastrophe eine solche Weltraummission zu starten. Der Immobilienmann Trump zeigt neue Entwürfe vom Triumphbogen, den er in Washington errichten lassen will, zwei Kilometer weit in den Himmel hinein, größer wurde nie etwas erbaut, etwas, das bleiben soll und ich frage mich, wenn es so wäre, wenn dieser Triumphbögen errichtet werden würde, wie herrlich wäre es, ihn danach abzureißen, das als ewige Geplante in Schutt und Asche zu legen, wie viele würden dafür nach Washington reisen, mit goldenen Hämmern im Gepäck, am schönsten noch in Trumps Lebenszeit. In Frankreich verbietet der Premierminister Gasheizungen, in Deutschland währenddessen seit zwei Wochen Krisensitzung der Regierung, um auf die Energiekrise fossile Energiekrise reagieren zu können eventuell.
12. April | Ungarn
Heute die Wahl in Ungarn. Vor zwei Tagen die Bilder, wie Zehntausende auf dem Heldenplatz in Budapest Lichter gegen Orbán entzündeten. Gegen acht Uhr am Abend die ersten Zahlen, die die Prognosen bestätigen, die schnell Gewissheit werden. Bald darauf gratuliert Viktor Orbán Péter Magyar zum Sieg, dessen Partei gewinnt über zwei Drittel der Sitze. Erleichterung, die große Freude ist, Euphorie, auch Erstaunen, dass eine solche Wahl gegen so viele Widerstände, in solch einem geriggten System möglich war. So etwas wie Hoffnung auf eine Art Wendepunkt, dass neben den konkreten strukturellen Veränderungen und der wahrscheinlichen Zerschlagung eines Knotenpunktes hier auch eine Art Blaupause zu sehen ist, wie sich dem scheinbar unaufhaltsamen Aufstieg der Autoritäten etwas Pragmatisches entgegenstellen lässt. Die Freude und zugleich wenig Wissen, wofür Magyar steht, was er, der vor zwei Jahren noch im Sinne Orbáns agierte, ändern will, versuchen, zu verstehen, was notwendig war, was notwendig sein wird.
13. April | auch surreal
In der Villa Borsig findet die Regierung eine Antwort auf die Krise und führt einen Zuschuss für Mineralölkonzerne Benzinrabatt ein, die Vorsitzende der, immerhin, Wirtschaftsweisen erklärt, dass dies »die schlechteste aller bisher diskutierten Optionen« sei. Der amerikanische Präsident bestellt sich was von McDonalds ins Weiße Haus. Als die Lieferantin – eine Frau im roten Shirt, auf dem Doordash Grandma geschrieben steht – die bestellten Burger liefert, gibt der Präsident neben ihr eine Pressekonferenz, auf der er über seinen Beef mit dem Papst spricht (»Pope Leo is WEAK on Crime, and terrible for Foreign Policy«) sowie das KI-generierte Foto verteidigt, das der Präsident postete und das ihn, den Präsidenten, als Jesus Christus beim Heilen zeigt.
14. April | Villa Borsig

Zu viele Einträge zuletzt über die USA, über den unvermeidlichen und viel zu oft beschriebenen amerikanischen Präsidenten, zu viel Oberfläche und Blendung. Dabei ließe sich auch tiefer schauen, Hormus in Bezug auf den Imperialismus USA/China, die Geschichte hinter der Doordash Grandma etc. genauso golden schimmernd die Ablenkung, wie beabsichtigt. Ich schreibe über diese Bilder, weil diese Bilder leicht zu verstehen sind und in all ihrer Absurdität auch das Schreckliche dahinter verwischen. Kriegsschiffe blockieren eine Meeresstraße, um dessen freien Zugang diese Kriegsschiffe gerade erst kämpften. Ein gigantisches Monument für das Ego. Der Präsident imaginiert sich selbst als göttlich etc.
Was kein solch einfaches, absurdes Bild ist: Die Regierung trifft sich in einer Villa und beschließt, sehr viel Geld für Benzin auszugeben. Und wenn doch, dann muss ich mir dieses Bild selbst zusammenreimen. Das Bild einer Regierung, von der ich annehmen muss, dass sie das Ausmaß der aktuellen Krise nicht erfasst. Und wenn sie die Bedeutung der Situation begreift, vermag sie nur mit aus der Zeit gefallenem Instrumentarium darauf zu reagieren: Ein Gut (Benzin) ist knapp und wird in der nächsten Zeit knapper werden, die Reaktion ist, den Preis für dieses Gut zu senken. Anstatt mit Maßnahmen dahin zu lenken, dass die Bedeutung dieses Guts (Benzin) weniger wichtiger wird. Stattdessen eine erneute Um- und Hochverteilung von Geld, die keinerlei zukunftsgewandte Lenkungswirkung hat.
Vielleicht ist das etwas, für das ein Bild gefunden werden muss: Ein Moment in der Zeit, der deutlich zeigt, wo Probleme sind, eine Krise, die als Anlass genommen werden könnte, diese Probleme anzugehen – und dann ein unbildhaftes, fatales Verstreichenlassen dieser Gelegenheit zum Nutzen weniger, zum Schaden der Meisten.